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Versicherungsvorstände erkennen die Chancen von Videos in der Öffentlichkeitsarbeit und zeigen Gesicht im Social Web

Vorstände sind das Gesicht eines Unternehmens und sollten als dieses auch öffentlich auftreten. Was wie eine Binsenweisheit klingt, ist im Social Web nicht selbstverständlich. Schon gar nicht bei Versicherungen. Zumindest bisher. Seit dem vergangenen Jahr findet jedoch ein Umdenken statt. Denn immer mehr Versicherungsetagen entdecken das Bewegtbild für die Öffentlichkeitsarbeit im Social Web. Vier unterschiedliche Videoformate, mit Vorständen der Versicherungsbranche in der Hauptrolle, stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

Eine aktuelle Studie des Beratungshauses Oliver Wyman zeigt, dass deutsche Vorstände und Topmanager in den Sozialen Medien noch sehr zurückhaltend sind. Nur 52 Prozent von ihnen sind im Social Web präsent. Im Vergleich mit anderen Ländern liegen Deutsche Vorstände damit zurück, allerdings stellt Finja Carolin Kütz, Deutschlandchefin von Oliver Wyman, fest „Viele Vorstände haben erkannt, dass es wichtig ist, öffentlich Gesicht zu zeigen“. Was auch für die Versicherungsbranche gilt. Insbesondere für die Videokommunikation, welche zusehends von Vorständen entdeckt wird.

Der Vorstandsvorsitzende der Allianz im YouTube-Format „Jung & Naiv“

Im Jahresreport 2016 gehörte das Interview von Oliver Bäte im YouTube-Format „Jung & Naiv“ zu unseren abschließenden sieben Inspirationen. Denn dieses war (unseres Wissens nach) das erste, in dem sich der Vorstandsvorsitzende einer Versicherung in einem solch unorthodoxen Format präsentiert und wir reüssierten: „Mit dem Interview zeigt die Allianz bzw. ihr Konzernchef nicht nur, dass Öffentlichkeitsarbeit mehr denn je auch ein Aufgabe der Vorstandsetage wird. Sondern ebenso lässt sich an den Videoaufrufen erkennen, dass die Öffentlichkeit auch ein Interesse am Vorstandsvorsitzenden einer Versicherung hat.“

Wie wir im vergangenen Jahr sehen konnten, haben sich die Vorstandsetagen verschiedener Gesellschaften offenbar inspirieren lassen und ebenfalls Videos für die Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit im Social Web, entdeckt.

Vorstandsvorsitzender IDEAL Versicherung steht Rede und Antwort auf Facebook

So stellte sich Rainer M. Jabocus, Vorstandsvorsitzender IDEAL Versicherung, im Herbst 2017 den Fragen der Facebook-Gemeinde. Er forderte die Nutzer dazu auf, ihm Fragen jeglicher Art zu stellen und beantwortete diese in den Folgevideos. In einem Video ging es um das omnipräsente Thema „Digitalisierung“. In einem anderen gab er einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. In seinen Videos agiert Rainer M. Jacobus allein vor der Kamera und spricht die Nutzer persönlich an.Die Videos finden zum einen nicht in den üblichen PR-Räumen statt, sondern in seinem Büro oder auf einer Baustelle statt. Zum anderen sind sie absichtlich nicht perfekt ausgeleuchtet und erhalten so einen amateurhaften Charme (was nicht negativ gemeint ist), welcher eine ungezwungene, nahbare Atmosphäre vermittelt.

Der Vorstand der Öffentlichen Versicherung Braunschweig live auf Facebook

Knud Meywald, seines Zeichens stellverstretender Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, geht noch einen Schritt weiter und stand 2017 in wiederkehrenden Livestreams auf Facebook Rede und Antwort. Wobei an dieser Stelle angemerkt werden muss, dass das Format zwar live war, die Fragen jedoch fast ausschließlich aus vorab gestellten Fragen bestanden und nicht aus Livestream heraus generiert wurden. Inhaltlich liegt der Fokus auf der Assekuranz bzw. ihren Entwicklungen allgemein und der Öffentlichen Versicherung Braunschweig im speziellen. Im Gegensatz zur IDEAL Versicherung agiert Knud Meywald nicht allein vor der Kamera, sondern bekommt von einem Mitarbeiter aus der Presseabteilung die Fragen gestellt und nutzt auch ihn als direkten Ansprechpartner. Ganz allgemein wirkt das Ambiente zwar professioneller und kühler, aber schafft es durch den Live-Charakter ebenso eine gewisse Transparenz und Nahbarkeit zu vermitteln.

Der Finanzvorstand der VGH auf Reise

Einen gänzlich anderen Weg schlägt der Finanzvorstand der VGH Versicherungen ein. In der dreiteiligen Video-Reihe „Jörg Sinner auf Reise“ begibt sich der Finanzvorstand tatsächlich auf eine Reise und klärt an verschiedenen Orten über Fachthemen auf. Diese sind „Das Prinzip des Sparens“, „Die Niedrigzinsphase“ und „Aktien als Altersvorsorge“. Im Gegensatz zu den Videos der IDEAL Versicherung und Öffentlichen Versicherung Braunschweig ist die dreiteilige VGH-Serie sowohl auf Facebook, als auch auf YouTube zu finden. Außerdem handelt es sich hierbei um ein klassisches Hochglanzvideoprodukt mit professionellem Licht, Ton, Schnitten und Grafiken. Was allerdings die Authentizität und Glaubwürdigkeit von Jörg Sinner im Vergleich zu den anderen Vorständen nicht beeinträchtigt.

Fazit

In unserer neuen Medienwelt wird es für Vorstände (egal welcher Branche) zusehends relevanter auch in sozialen Netzwerken präsent und aktiv zu sein. Denn Vorstände sind die Köpfe der Unternehmen und sollten als diese auch im Social Web in Erscheinung treten. Kein Medium ist hierfür besser Video als Video, denn keines bietet Personen eine bessere Möglichkeit sich zu präsentieren. Wie die Beispiele zeigen, haben die ersten Vorstandsetagen von Versicherern erkannt, dass Öffentlichkeitsarbeit im Social Web auch zu einem nicht unerheblichen Teil Vorstandsarbeit ist. Ansonsten vergibt man die damit verbundenen Chancen einer direkten, authentischen und vertrauensbildenden Kommunikation. Weshalb Vorstandsvideos dieser Art und Weise in naher Zukunft zweifellos zu einem Standardwerkzeug in der Öffentlichkeitsarbeit jeder Versicherung und Krankenkasse werden, so wie es Pressekonferenzen und Interviews mit klassischen Medienvertretern heute schon sind.

Die hier vorgestellten Beispiele stammen aus dem #Neulandreport 12/17, in dem wir den Fokus auf Videos und Videoplattformen im Versicherungsmarketing legten. Wie, womit und mit welchem Erfolg die Versicherungsbranche 2017 in den neuen Medien agierte, erfahren Sie auf 900 Folien in unserem Report „Die Aktivitäten der Assekuranz im #Neuland 2017“. Wir wollen nicht behaupten, dass Sie mit diesem Report ALLES über die Aktivitäten der Assekuranz in den neuen Medien 2017 wissen werden. Aber mit Sicherheit werden Sie nirgendwo einen besseren Überblick, mit mehr Zahlen, Daten, Fakten und Fallbeispielen aus der Versicherungsbranche im #Neuland finden.

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Posted on 8. März 2018 in Best Practice, Blog, Markenführung, Mitarbeiter, Social Media, Versicherung, Video

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About the Author

MarKo Petersohn ist sowohl Magister im medienwissenschaftlichen Studiengang Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, als auch ausgebildeter Informatikkaufmann und New Media Producer. Nachdem er mehrere Jahre in einer Agentur für das Onlinemarketing verschiedener Versicherer verantwortlich war, hat er sich im April 2012 mit „As im Ärmel“ selbstständig gemacht. Seitdem ist er mit seinem Unternehmen das As im Ärmel der Assekuranz bei der Kommunikation in der neuen Medienwelt. Auf Basis medienwissenschaftlicher Methoden analysiert und berät er seitdem Versicherungen und Makler deutschlandweit in ihrer Online-Kommunikation und verbessert sie messbar. Zusätzlich ist MarKo Petersohn als Autor und Referent in der Versicherungsbranche aktiv und besitzt seit dem Sommersemester 2015 einen Lehrauftrag an der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft für die Themen „Medienwissenschaft" und "Transmedia Storytelling“.

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