Versicherungsbranche und wo die Lösung für das schlechte Image wirklich liegt

1. März 2021 | 3 Minuten Lesezeit

Niemand redet schlechter über die Versicherungswirtschaft, als die Branche selbst. Was nicht nur unberechtigt ist, sondern auch fatale Folgen hat. Welche das sind, was Image-Kampagnen der Versicherungsbranche falsch machen und 7 Lösungsvorschläge für das Problem erläutere ich in einem Gastbeitrag im Versicherungsboten.

Ich bin 2010 in die in die Versicherungsbranche gestolpert. Und vom ersten Tag an war ich von dem allgegenwärtigen Minderwertigkeitsgefühl überrascht, das bei jedem in der Branche mitschwang und immer noch mitschwingt.

Vielleicht werden Sie nun anmerken wollen, dass doch aber gerade Makler und Vermittler sehr selbstbewusst auftreten und auch gerne zeigen was sie haben. Das mag schon sein. Aber um Geld, Statussymbole und ähnliches geht es mir nicht. Mir geht es darum, dass jeder, den ich damals traf, um über den Relaunch einer Versicherungswebseite zu reden, von sich aus die Versicherungsbranche klein machte. Und sei es auch nur im halb ironischen Tone.

Man erklärte mir ungefragt „Versicherungen sind langweilig“, „Versicherungen sind nicht innovativ“ oder der Klassiker „Versicherungen haben ein schlechtes Image. Menschen vertrauen ihnen nicht, weil sie glauben wir zahlen eh nicht.“ Wobei gerade letzteres offensichtlich falsch sein muss. Denn würden Menschen nicht darauf vertrauen, dass Versicherungen im Schadensfall zahlen, würden sie schlicht keine Versicherung abschließen. Niemand war stolz darauf, das Leben von Menschen abzusichern. Sondern vielmehr schien sich damals jeder vorauseilend dafür zu entschuldigen, etwas mit Versicherungen zu tun zu haben. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Nun werden Sie wahrscheinlich Erfahrungen aus Ihrem eigenen Berufsleben anbringen, in denen Sie auf Ablehnung und Vorurteile bei Kunden, Bekannten oder Fremden gestoßen sind. Und das wird ohne Zweifel geschehen sein. Aber meinen Sie, dass dies bei anderen Branchen anders ist? Sprechen Sie mal Ihre Friseurin darauf an, welche Vorurteile es zu ihrem Beruf gibt oder einen Maurer, Rechtsanwalt, Lehrer… Es gibt Vorurteile zu allem und jedem.

Wahrscheinlich werden Sie nun ins Feld führen, dass es aber jedes Jahr Umfragen gibt, wonach die Versicherungsbranche am unbeliebtesten ist und das geringste Ansehen / Vertrauen genießt. Das stimmt. Nur dafür sind nicht (nur) die schlechten Berater verantwortlich. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Aber darauf will ich heute nicht eingehen. Denn viel wichtiger ist, jedes Jahr wird diese Umfrage veröffentlicht. Jedes Jahr lese ich Artikel und Kommentare dazu, in denen sich die Branche selbst geißelt. Und jedes Jahr wird erklärt, dass man etwas gegen das schlechte Image tun müsste.

Dass laut einer Assekurata-Studie, die Kundenzufriedenheit in Bezug auf ihre Versicherungsvermittler so hoch ist, wie nie zuvor, erhält im Gegensatz dazu nur wenig Aufmerksamkeit. Was noch einmal verdeutlicht, worauf der Fokus der Versicherungsbranche liegt. Aber das nur am Rande. Kommen wir zurück zur alljährlichen Studie des DBB.

Wissen Sie, was ich mich jedes Jahr bei der Studie frage? Ich frage mich, ob ich eigentlich der Einzige bin, der sich den vorletzten Platz anschaut. Denn auf diesem liegt immer die Werbebranche. Nur kann ich mich nicht daran erinnern, jemals jemanden getroffen zu haben, der sich dafür entschuldigt hat, in der Werbung zu arbeiten. Sie vielleicht?

>>> weiterlesen im Versicherungsboten

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MarKo Petersohn

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Onlinemarketing und seit 2010 ausschließlich für die Assekuranz aktiv. Ich helfe Gesellschaften und Vermittlern sich zukunftssicher aufzustellen. Ich berate sie beim Thema „digitaler Kommunikation“ und schule die dafür notwendigen digitalen Kompetenzen.

Außerdem bin ich Mitgründer der Onlinemarketing Gesellschaft für Versicherungsvermittler, verleihe jährlich den renommierten OMGV Award und bin verantwortlich für das Projekt „Digitale Kommunikation, Multikanalfähigkeit und Kollaboration in der Versicherungsbranche“ im Auftrag des Bildungsministeriums NRW und des BWV Bildungsverbandes.

Ich bin das As im Ärmel der Versicherungsbranche, wenn es um die Kommunikation in der neuen Medienrealität geht. Ich bin Ihr As im Ärmel.

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