Revolution der Sehgewohnheiten

#IGTV: Die Revolution der Sehgewohnheiten und wie Versicherer schon heute damit umgehen

26. Juli 2018 | 4 Minuten Lesezeit

IGTV ist nicht nur ein Angriff auf YouTube, sondern zusammen mit dem Storiesformat ein Angriff auf unser aller Sehgewohnheiten. Aus horizontal wird vertikal. Zumindest, wenn es um die Videokommunikation auf dem Smartphone geht. Was das genau bedeutet und wie die Swiss Life Schweiz diese Herausforderung in Best Practice Manier meistert, lesen Sie in diesem Artikel. 

Am 20. Juni 2018 verkündete Instagram auf seinem Presse-Event nicht nur die Zahl von einer Milliarde monatlicher Nutzer, sondern gleichzeitig den Launch von Instagram TV. Was für das Netzwerk ganz ohne Zweifel die wichtigste Weiterentwicklung seit dem Stories-Format ist. Mit IGTV startet Instagram eine neue Plattform. Auf dieser können Nutzer bildschirmfüllende, vertikale Videos auf ihrem Smartphone sehen.

Allgemein wird angenommen, dass IGTV ein Angriff auf YouTube ist und für die mobile Videowiedergabe mag dies auch stimmen. Allerdings ist das nur eine Fußnote im Vergleich mit der tatsächlichen Revolution. Denn diese wird jeden Nutzer und jede Marke im mobilen Internet betreffen.

Talkin‘ bout a IGTV-Revolution

Das wirklich relevante an IGTV ist, dass damit (und vor allem in Verbindung mit dem Stories-Format und mittlerweile auch TikTok (Update November 2019)) die Epoche der vertikalen Videos unübersehbar angebrochen ist. Hochformat ist in der mobilen Kundenkommunikation nicht mehr optional, sondern obligatorisch. Was wie eine kleine Randnotiz klingt, ist weitaus mehr. Denn das Format an sich ist zwar nichts Neues, aber bisher war es mehr ein Nice-to-have. Das ist jetzt vorbei, denn nun gibt es eine Milliarde gute Gründe in Videos vertikale Geschichten zu erzählen.

Mit IGTV verlieren Videos die Breite des Bildes, was zu einem viel größeren Fokus auf das Wesentliche führt. Alles drumherum verliert an Bedeutung, da es schlicht nicht mehr zu sehen ist. Instagram fordert und fördert mit seiner neuen Funktion einen neuen Erzählstil für mobile Inhalte und dieser lautet: vertikale Geschichten im Hochformat.

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Welche Auswirkungen diese Formatveränderungen auf Videos haben wird und schon hat, zeigt die Swiss Life Schweiz. Sie wurde als eine der ersten Versicherungen auf IGTV aktiv. Dabei veröffentlichte sie nicht nicht einfach nur die bereits existierenden Inhalte. Die Swiss Life Schweiz schnitt diese so um, dass sie auch vertikal funktionieren. Während im horizontalen YouTube-Format häufig beide Schwestern im Bild sind, sieht man der IGTV-Version immer nur die sprechende. Was banal klingt, ist ein Fingerzeig für die Videoproduktionen der Zukunft.

Fazit

Veröffentlicht man in Zukunft horizontale Videoinhalte auf Instagram oder anderen Plattform, werden diese von der Zielgruppe nicht mehr konsumiert. Warum soll man als Nutzer ein kleines Briefmarken großes Video anschauen? Warum soll man das Handy drehen müssen, um ein Video in voller Größe zu sehen? Wenn es für die vertikale Kommunikation optimierte Videos gibt. Genau. Es gibt keinen Grund!

Auch wenn es für Sie heute noch unwahrscheinlich klingt, die mobilen Sehgewohnheiten werden sich innerhalb kürzester Zeit verändern. Vertikale Videos werden zu einem Standardformat auf allen mobilen Videoplattformen, so wie Responsive Design Standard auf mobilen Webseiten ist. Auch hier könnte man noch immer statische Webseiten entwickeln und vom Nutzer verlangen sich an den Inhalt anzupassen. Würden Sie das tun? Ganz ähnlich werden Sie in Zukunft bei mobilen horizontalen Videos denken.

Im Swiss Life Schweiz-Video konnte man das horizontale Video im Schnitt noch für die vertikale Darstellung optimieren. Was nicht bei jedem Video möglich ist. Und wozu man jede Menge Know How in der Bildsprache benötigt. Ganz allgemein muss man sich somit ab sofort vor dem Videodreh bewusst machen, wo das Video ausgespielt werden soll. Und die Geschichte dementsprechend in Szene setzen.

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MarKo Petersohn

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Onlinemarketing und seit 2010 ausschließlich für die Assekuranz aktiv. Ich helfe Gesellschaften und Vermittlern sich zukunftssicher aufzustellen. Ich berate sie beim Thema „digitaler Kommunikation“ und schule die dafür notwendigen digitalen Kompetenzen.

Außerdem bin ich Mitgründer der Onlinemarketing Gesellschaft für Versicherungsvermittler, verleihe jährlich den renommierten OMGV Award und bin verantwortlich für das Projekt „Digitale Kommunikation, Multikanalfähigkeit und Kollaboration in der Versicherungsbranche“ im Auftrag des Bildungsministeriums NRW und des BWV Bildungsverbandes.

Ich bin das As im Ärmel der Versicherungsbranche, wenn es um die Kommunikation in der neuen Medienrealität geht. Ich bin Ihr As im Ärmel.

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