Tue Gutes und schweige darüber oder Das Sport-Sponsoring der Assekuranz in ihrer Social Media Kommunikation

3. April 2018 | 5 Minuten Lesezeit

Die Assekuranz engagiert sich traditionell stark im Sponsoring von Sportlern, Vereinen und Verbänden. In der Social Media Kommunikation verschweigen Versicherungen und Krankenkassen dieses Engagement allerdings  und verschenken die damit verbundenen Möglichkeiten.

Der Einsatz von Sponsoring gehört zu den klassischen Marketingtechniken in der Assekuranz. Durch die gezielte Förderung von Kunst, Kultur, Sport oder gesellschaftlichen Projekten strebt man in erster Linie einen positiven Imagetransfer und Steigerung der eigenen Markenbekanntheit an. In der neuen Medienrealität bietet Sponsoring allerdings noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Mehrwert. Mit Sponsoring erhalten Unternehmen Zugang zu exklusiven und attraktiven Inhalten für das eigene Content Marketing und Storytelling.

Wie integrieren Versicherungen und Krankenkassen die von ihnen unterstützten Sportler und Vereine in ihre Social Media Kommunikation?

Im zweiten #Neulandreport des Jahres legten wir unseren Fokus unter anderem auf auf das Thema Sport-Sponsoring. Neben dem üblichen Überblick über den aktuellen Stand und die Aktivitäten der Assekuranz in den neuen Medien, gingen wir der Fragen nach: Wie integrieren Versicherungen und Krankenkassen die von ihnen unterstützten Sportler und Vereine in ihre Social Media Kommunikation?

Um eine fundierte, auf Daten basierende Antwort geben zu können, haben wir die Social Media Aktivitäten von 202 Versicherern der D-A-CH-Region auf über 1.000 Profilen zwischen Juli 2017 und Februar 2018 ausgewertet. (Nicht berücksichtigt wurden dabei Fußballinhalte, welche zur WM im Sommer gesondert betrachtet werden.) Das Ergebnis war überraschend.

Nur 28 von 202 Versicherungen und Krankenkassen greifen ihr Sportsponsoring im Social Web auf

Obwohl sich die Assekuranz traditionell stark im Sponsoring von Sportlern, Vereinen und Verbänden engagiert, zeigte die Untersuchung, dass von den 202 Gesellschaften nur 28 ihr Sportsponsoring in der Social Media Kommunikation aufgreifen (14 Versicherer / 14 Krankenkassen). Insgesamt finden sich 42 Sportler, Vereine, Verbände in den Profilen der Assekuranz wieder. Die beliebteste bzw. am häufigsten kommunizierte Sportart ist dabei Handball (10 Mannschaften), gefolgt von Basketball (8), Eishockey (7) und Volleyball (5).

Des Weiteren lässt sich erkennen, dass die Assekuranz sehr unterschiedlich mit ihrem Sponsoring-Engagement in den sozialen Medien umgeht. Während es bei machen einen Eckpfeiler in der Content-Strategie bildet, thematisieren es andere nur sporadisch. Die einen stellen in der Kommunikation die Sportler und Mannschaften bzw. deren Leistungen in den Vordergrund, andere reduzieren die Partnerschaften im Social Web nahezu ausschließlich auf Gewinnspiele. Nur vereinzelt wird das Sponsoring genutzt, um exklusiven Content zu kreieren.

Die AOK Nordost ist ein Best Practice Beispiel für die Einbindung der Sportsponsoring in die Social Media Kommunikation

Von den wenigen Gesellschaften die ihr Sportsponsoring im Social Web aufgreifen, muss die AOK Nordost als ein Best Practice Beispiel gelten. Denn Sie präsentiert nicht nur eine Vielzahl ihrer gesponserten Sportler und Mannschaften im Social Web, sondern kommuniziert diese auch kontinuierlich, multimedial und über sämtliche Kanäle hinweg. Besonders herauszuheben ist dabei der eigene YouTube-Sportkanal  #45grad. In dem die Krankenkasse die Inhalte einer Vielzahl von Gesundheitspartnerschaften mit Vereinen, Verbänden, Institutionen und Sportbotschaftern bündelt und audiovisuell aufbereitet.

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Wenn man bedenkt, dass Ziele im Sponsoring stets ein positiver Imagetransfer zwischen Sponsor und Sponsoring-Objekt und Steigerung der Bekanntheit sind, dann unterstützt die AOK Nordost diese mit ihrer Social Media Strategie in hohem Maße.

Zwar darf nicht vergessen werden, dass es unterschiedliche Rahmenverträge gibt und nicht alle Sponsoren die gleichen Rechte und Möglichkeiten in der Kommunikation besitzen, aber trotzdem muss konstatiert werden, dass aktuell noch ein der Großteil der Versicherer und Krankenkassen ihr Sponsoring-Potential im Social Web nicht ausnutzt.

#Neulandreport 02/18: sponsored by Versicherungen und Krankenkassen in den neuen Medien

Sie fragen sich wie die Assekuranz gesponserten Sportler, Vereine und Verbände in die Social Media Kommunikation integriert? Wie sie im Social Web mit den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang umgegangen ist? Oder welche Versicherer und Krankenkassen sich schon heute im Sponsoring von eSport engagieren? Antworten auf diese Fragen und viele andere erhalten Sie mit dem Jahresreport 2018.

Sie wollen alles über den aktuellen Stand und die Aktivitäten der Assekuranz im #Neuland 2018 wissen? Sie wollen nicht nur wissen was Versicherungen und Krankenkassen auf Facebook, Instagram oder YouTube machen, sondern auch wie sie exotische Plattformen wie bspw. Spotify, Pinterest oder Giphy nutzen? Außerdem wünschen Sie sich einen Überblick über die herausragenden Social Media Inhalte von Januar bis Dezember und soviel Praxisbeispiele wie möglich? Wie wäre es mit über 1.000? Denn all das bietet der Jahresreport 2018. All das wird schon heute von einer Vielzahl an Gesellschaften genutzt, um die eigenen Aktivitäten zu verbessern und besser einschätzen zu können.

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Er beinhaltet für alle Plattformen einzigartige versicherungsspezifische Zahlen, Daten und Fakten, welche Ihnen dabei helfen die Entwicklung der Versicherungsbranche fundiert einschätzen zu können. Denn nur er bietet einen Datenschatz aus mittlerweile 7 Jahren kontinuierlicher Beobachtung der Aktivitäten der Assekuranz im #Neuland.

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MarKo Petersohn

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Onlinemarketing und seit 2010 ausschließlich für die Assekuranz aktiv. Ich helfe Gesellschaften und Vermittlern sich zukunftssicher aufzustellen. Ich berate sie beim Thema „digitaler Kommunikation“ und schule die dafür notwendigen digitalen Kompetenzen.

Außerdem bin ich Mitgründer der Onlinemarketing Gesellschaft für Versicherungsvermittler, verleihe jährlich den renommierten OMGV Award und bin verantwortlich für das Projekt „Digitale Kommunikation, Multikanalfähigkeit und Kollaboration in der Versicherungsbranche“ im Auftrag des Bildungsministeriums NRW und des BWV Bildungsverbandes.

Ich bin das As im Ärmel der Versicherungsbranche, wenn es um die Kommunikation in der neuen Medienrealität geht. Ich bin Ihr As im Ärmel.

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