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YouTube oder Facebook im Videomarketing der Assekuranz?

YouTube oder Facebook? Wo sollten Versicherer ihre Videos veröffentlichen? Eine Analyse von 1.820 Videos und fast 60 Millionen Videoaufrufe zeigt, auf Facebook erreichen Versicherungen 27-mal mehr Videoaufrufe. Aber bedeutet dies, dass YouTube irrelevant für die Video-Content-Strategie der Assekuranz geworden ist?

Am 15. Februar feierte YouTube seinen 13. Geburtstag. An und für sich ist es fast unglaublich, dass YouTube gerade einmal 13 Jahre alt ist und gleichzeitig solch eine Relevanz, Dominanz besitzt. Wobei die Frage gestellt werden muss, ob dies wirklich noch zutrifft, oder ob die Plattform mit 13 Jahren schon die besten Zeiten hinter sich hat?

Für die Allgemeinheit haben wir zwar eine Ahnung, aber können keine, auf Daten fundierte, Antwort bieten. Für die Assekuranz hingegen schon. Denn im #Neulandreport 12/17 haben wir uns in einem Fokusthema ausführlich mit Bewegtbild im Versicherungsmarketing befasst und unter anderem die Frage geklärt: Auf welcher Plattform sollten Versicherungen Videos veröffentlichen?

27-mal mehr Videoaufrufe auf Facebook, als auf YouTube

Wir haben 1.820 Videos und fast 60 Millionen Videoaufrufe auf YouTube, Vimeo, Facebook und Instagram analysiert. YouTube und Vimeo, weil es die klassischen Videoplattformen sind. Facebook und Instagram, weil sie immer relevanter für Videoinhalte werden. Und das Ergebnis ist eineindeutig.

Die Anzahl der veröffentlichten Versicherungsvideos auf YouTube (842) und Facebook (853) hält sich fast die Waage. Ein ebenso relativ ähnliches Bild zeigt sich, wenn man die Summe der Aufrufe von YouTube-Videos (24,5 Millionen) mit denen von Facebook (31 Millionen) vergleicht. Was bedeutet, dass die Assekuranz sowohl auf YouTube, als auch auf Facebook gleich viel Videos veröffentlicht und beide scheinbar gleich viele Aufrufe generieren.

Legt man dann allerdings den Fokus auf den Median der Videoaufrufe, dann erhält man ein klares Bild. Der Median spielt eine ähnliche Rolle beim Verständnis der zentralen Tendenz einer Reihe von Zahlen, wie der Mittelwert (Durchschnitt). Letzterer ist das beliebtere und populärere Messwerkzeug, hat aber den Nachteil, dass er von einzelnen Werten drastisch beeinflusst wird, die viel höher oder niedriger als der Rest der Werte liegen. Daher ist der Median die bessere Wahl, denn er zeigt den tatsächlichen mittleren Wert an, wenn man alle Werte der Größe nach sortiert. Was für die Analyse bedeutet, dass die Hälfte der 842 YouTube-Videos maximal 150 Mal aufgerufen wurde, während auf Facebook  die Hälfte der 853 Videos mindestens 4.030 Aufrufe generierten.

YouTube Videos erzeugen somit in der Summe zwar fast ebenso viele Aufrufe wie Facebook-Videos, aber schaut man auf die einzelnen Videos, so liegt der Median um das 27-fache höher. Man erreicht mit einem Video auf Facebook somit tendenziell 27-mal mehr Nutzer, wie auf YouTube. Falls Sie sich fragen wieso es in der Summe nahezu gleich viele Aufrufe sind, lautet die Antwort: Die YouTube-Videos mit exorbitant hohen Aufrufzahlen sind vornehmlich um Werbespots (Pre-Roll-Ads), wie eine Auswertung der Top 20 Videos auch belegt.

Selbstverständlich ist uns bewusst, dass Videos auf YouTube (30 Sekunden) und Facebook (3 Sekunden) unterschiedlich lang laufen müssen, um als ein Aufruf gezählt zu werden. Hinzu kommt, dass (sofern die Funktion nicht ausgeschalten wurde) Facebook-Videos im Newsfeed automatisch starten. Aber selbst mit diesem Wissen im Hinterkopf lautet unsere Antwort auf die Frage „Auf welcher Plattform sollten Versicherungen Videos veröffentlichen?“ eineindeutig: Facebook.

Was bedeutet dies für das Videomarketing der Assekuranz?

Auch wenn das Ergebnis eineindeutig ist, ist die daraus abzuleitende Schlussfolgerung nicht so einfach. Denn wenn man die Reichweiten von Versicherern nicht nur untereinander, sondern auch auf den einzelnen Plattformen vergleicht, dann zeigt sich, dass der YouTube-Kanal einer Gesellschaft nie mehr Abonnenten hatte, als die gleiche Gesellschaft Fans auf Facebook. Ganz allgemein haben Versicherungen auf YouTube eine geringere Reichweite, als auf Facebook.

Allerdings ist YouTube weiterhin die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und die erste Anlaufstation, wenn man nach Videoinhalten aller Art sucht. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Plattform zu Google gehört und somit relevante YouTube-Videos auch in der Google bei den passenden Suchbegriffen. Im Prinzip sollten Sie YouTube als eine Art „Videothek des Internets“ verstehen und in dieser relevante Videos archivieren. Im Vergleich dazu ist Facebook Fernsehen, ein Jetzt-Medium. Wenn Sie aktuelle Inhalte oder Live-Videos veröffentlichen wollen, dann ist Facebook die richtige Plattform.

Die Frage ist somit nicht ob YouTube oder Facebook, sondern Sie müssen sich bewusst machen, dass die beiden Plattformen völlig unterschiedliche Aufgabenfelder in Ihrer Content-Strategie besetzen und auch besetzen sollten.

Die Video-Aktivitäten der Assekuranz

Wenn Sie wissen möchten welche Video-Strategien Versicherungen und Krankenkassen verfolgen und mit welchen Erfolgen, dann erhalten Sie Antworten im #Neulandreport 12/17. In diesem legten wir den Fokus unter anderem auf „Video und Videoportale im Marketing der Assekuranz“

Wie, womit und mit welchem Erfolg die Versicherungsbranche 2017 in den neuen Medien agierte, erfahren Sie auf 900 Folien in unserem Report. Wir wollen nicht behaupten, dass Sie mit diesem Report ALLES über die Aktivitäten der Assekuranz in den neuen Medien 2017 wissen werden. Aber mit Sicherheit werden Sie nirgendwo einen besseren Überblick, mit mehr Zahlen, Daten, Fakten und Fallbeispielen aus der Versicherungsbranche im #Neuland finden.

 

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Posted on 16. Februar 2018 in #Neulandreport, Blog, Facebook, Kennzahlen, Versicherung, Versicherungen, Video, YouTube

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About the Author

MarKo Petersohn ist sowohl Magister im medienwissenschaftlichen Studiengang Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, als auch ausgebildeter Informatikkaufmann und New Media Producer. Nachdem er mehrere Jahre in einer Agentur für das Onlinemarketing verschiedener Versicherer verantwortlich war, hat er sich im April 2012 mit „As im Ärmel“ selbstständig gemacht. Seitdem ist er mit seinem Unternehmen das As im Ärmel der Assekuranz bei der Kommunikation in der neuen Medienwelt. Auf Basis medienwissenschaftlicher Methoden analysiert und berät er seitdem Versicherungen und Makler deutschlandweit in ihrer Online-Kommunikation und verbessert sie messbar. Zusätzlich ist MarKo Petersohn als Autor und Referent in der Versicherungsbranche aktiv und besitzt seit dem Sommersemester 2015 einen Lehrauftrag an der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft für die Themen „Medienwissenschaft" und "Transmedia Storytelling“.

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