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#IGTV: Die Revolution der Sehgewohnheiten und wie Versicherer schon heute damit umgehen

Instagram-TV ist kein Angriff auf YouTube, sondern auf unser aller Sehgewohnheiten bei der Videokommunikation auf dem Smartphone. Was das genau bedeutet und wie die Swiss Life Schweiz diese Herausforderung in Best Practice Manier meistert, lesen Sie in diesem Artikel. 

Am 20. Juni verkündete Instagram auf seinem Presse-Event nicht nur die Zahl von einer Milliarde monatlicher Nutzer, sondern gleichzeitig den Launch von Instagram TV. Was für das Netzwerk ganz ohne Zweifel die wichtigste Weiterentwicklung seit dem Stories-Format ist. Mit IGTV startet Instagram eine neue Plattform, in der Nutzer vertikal und bildschirmfüllend auf ihrem Smartphone bis zu eine Stunde lange Videos sehen können.

Allgemein wird angenommen, dass IGTV ein Angriff auf YouTube ist und für die mobile Videowiedergabe mag dies auch stimmen. Allerdings ist das nur eine Fußnote im Vergleich mit der tatsächlichen Revolution, welche jeden Nutzer und jede Marke im mobilen Internet betreffen wird.

Talkin‘ bout a IGTV-Revolution

Das wirklich Beachtenswerte an IGTV ist, dass damit die Epoche der vertikalen Videos in der mobilen Kommunikation unüberhörbar eingeläutet wurde. Hochformat ist erstmals nicht mehr optional, sondern obligatorisch. Was wie eine kleine Randnotiz klingt, ist weitaus mehr. Denn das Format an sich ist zwar nichts Neues, aber bisher war es mehr ein Nice-to-have. Das ist jetzt vorbei, denn nun gibt es eine Milliarde gute Gründe in Videos vertikale Geschichten zu erzählen.

Mit IGTV verlieren Videos die Breite des Bildes, was zu einem viel größeren Fokus auf das Wesentliche führt. Alles drumherum verliert an Bedeutung, da es schlicht nicht mehr zu sehen ist. Instagram fordert und fördert mit seiner neuen Funktion einen neuen Erzählstil für mobile Inhalte und dieser lautet: vertikale Geschichten im Hochformat.

Welche Auswirkungen diese Formatveränderungen auf Videos haben wird und schon hat, zeigt die Swiss Life Schweiz in Best Practice Manier. Sie wurde als eine der ersten Versicherungen auf IGTV aktiv und veröffentlichte dabei nicht einfach nur die bereits existierenden Inhalte, sondern schnitt diese so um, damit es auch vertikal funktioniert.Vergleicht ihrer Familienporträts im horizontalen YouTube-Format, mit denen im vertikalen IGTV-Format, so sieht man bspw. in der horizontalen Originalversion häufig beide Schwestern von Manuel Akanji im Bild. Während in der vertikalen IGTV-Version nur stets die jeweils sprechende gezeigt wird. Dies klingt banal, aber es ist eine Entscheidung, welche vom Regisseur erst einmal getroffen werden muss und, was noch viel wichtiger ist, bei zukünftigen Drehs beachtet werden muss. Man muss die Protagonisten so inszenieren, dass man sie auch in vertikalen Vdieos nutzen kann.

(Der Screenshot stammt aus dem #Neulandreport 06/18 mit dem Thema „Instagram & Stories in der Assekuranz 2018“ ). Die Abonnenten unseres Newsletters erhielten noch ein zweites Best Practice Beispiel aus dem Report. Was wieder einmal zeigt: Newsletter-Abonnenten wissen mehr!)

Fazit

Wenn man in Zukunft horizontale Videoinhalte auf Instagram bzw. IGTV veröffentlicht, dann werden diese von der Zielgruppe nicht mehr konsumiert. Denn warum soll man als Nutzer ein kleines Briefmarken großes Video anschauen oder immer das Handy drehen müssen, um ein Video in voller Größe zu sehen, wenn es für die vertikale Kommunikation optimierte Videos gibt?

Auch wenn es für Sie heute noch unwahrscheinlich klingt, so wird IGTV die mobilen Sehgewohnheiten innerhalb kürzester Zeit nachhaltig verändern. Vertikale Videos werden zu einem Standardformat auf allen mobilen Videoplattformen, so wie Responsive Design Standard auf mobilen Webseiten ist. Auch hier könnte man noch immer statische Webseiten entwickeln und vom Nutzer verlangen sich an den Inhalt anzupassen. Würden Sie das tun? Ganz ähnlich werden Sie in Zukunft bei mobilen horizontalen Videos denken.

Instagram & Stories in der Assekuranz 2018

Die zunehmende Bedeutung von Instagram in der Kommunikation ist auch der Assekuranz bewusst. Aber was machen Versicherungen und Krankenkassen eigentlich auf Instagram? Welche Reichweiten erzielen sie? Wie aktiv sind sie? Welche Inhalte veröffentlichen sie und mit welchem Erfolg? Wie ist der aktuelle Stand bei Instagram-Stories? Werden diese genutzt und wenn ja, was veröffentlicht man in der Assekuranz, was nur 24 Stunden verfügbar ist? Für fundierte Antworten auf diese Fragen und viele weitere, haben wir knapp 1.000 Postings, 500 Stories und 1.500 Story-Elemente analysiert und ausgewertet.

Mit dem #Neulandreport 06/18 erhalten Sie den aktuellsten und detailliertesten Überblick zu den Aktivitäten der Assekuranz auf Instagram. Außerdem gewährt er den ersten umfassenden Einblick in die Instagram-Stories von Krankenkassen und Versicherungen mit mehr als 100 kommentierten Praxisbeispielen.

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Posted on 26. Juli 2018 in Blog, Instagram, Versicherung, Video

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About the Author

MarKo Petersohn ist sowohl Magister im medienwissenschaftlichen Studiengang Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, als auch ausgebildeter Informatikkaufmann und New Media Producer. Nachdem er mehrere Jahre in einer Agentur für das Onlinemarketing verschiedener Versicherer verantwortlich war, hat er sich im April 2012 mit „As im Ärmel“ selbstständig gemacht. Seitdem ist er mit seinem Unternehmen das As im Ärmel der Assekuranz bei der Kommunikation in der neuen Medienwelt. Auf Basis medienwissenschaftlicher Methoden analysiert und berät er seitdem Versicherungen und Makler deutschlandweit in ihrer Online-Kommunikation und verbessert sie messbar. Zusätzlich ist MarKo Petersohn als Autor und Referent in der Versicherungsbranche aktiv und besitzt seit dem Sommersemester 2015 einen Lehrauftrag an der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft für die Themen „Medienwissenschaft" und "Transmedia Storytelling“.

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